Ehrenmal
Ein Mahnmal zum Frieden:

Kriegerehrenmal

Das Ehrenmal in Borntosten wurde 1983 wieder feierlich eingeweiht:
145 Arbeitsstunden und 4000 Euro hatte der Förderverein Borntosten in die Restaurierung erbracht.

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50 Jahre Gefallenehrenmal in Borntosten

Die kleine Gemeinde Borntosten weihte am 14. Oktober 1951 das neue Kriegerehrenmal für die Gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges. Während die Oktobersonne ihre noch sommerlich heißen Strahlen sandte, nahmen Schuljugend, Sportverein und sämtliche Einwohner des Ortes, sowie der Männergesangverein Cäcilia-Leitmar und die Gäste u.a. MdL. Otto, Aufstellung um das Denkmal, das am östlichen Dorfeingang unter dem schon 1854 errichteten Missionskreuz einen würdigen Platz gefunden hat. Das Denkmal ist aus heimatlichem Stein in Bosten-Mauerwerk (Muschelkalkstein) aufgeführt. Zwei abgestumpfte Pyramiden flankieren rechts und links das Kreuz im Hintergrund. In das rechte Mal wurde eine versiegelte Flasche eingemauert, die ein Schriftstück erhält, das Auskunft gibt über die damaligen Verhältnisse im Dorfe über seine Bewohner und ihre Tätigkeit. Auf schwarzen Marmortafeln sind mit goldenen Lettern die Namen der Gefallenen eingraviert, elf aus dem ersten und zehn aus dem letzten Weltkrieg. Entwurf und Ausführung des Ehrenmals stammen vom Steinmetz Philipp Otto, Leitmar, die Marmortafeln aus der Werkstatt des Bildhauers Johann Köchling, Niedermarsberg.

Ferdinand Freiherr von Elverfeldt führte in seiner Ansprache aus, das schon vor dem letzten Kriege die Absicht bestanden habe, ein Erinnerungsdenkmal für die Gefallenen zu errichten. Nun sei durch die Initiative des Sportvereins und durch Spenden aller Dorfbewohner das Werk doch glücklich gelungen.

Nachdem Pastor Peitz, der auch Borntosten umfassenden Pfarrei Heddinghausen, seine Weihrede beendet hatte, wurde das Denkmal enthüllt und die kirchliche Weihe vollzogen. Zwei Sportler legten einen Kranz nieder. Der Gesangverein Cäcilia sang unter der Stabführung des Lehrers Schürmann das Lied: Ihr Helden, die ihr euer Leben fürs Vaterland dahingegeben.

Zum Schluss übergab Hubertus Frhr. von Elverfeldt das Denkmal der Obhut des Bürgermeisters Götte. Das Schlusswort sprach Amtsbürgermeister Otto. Mit dem Lied vom guten Kameraden klang die Feier aus.

Möge das Ehrenmal immer gehegt und gepflegt werden, um auch in Zukunft unserer Gefallenen zu gedenken.
 

Franz Sommer (Ortschronist 1983)

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Ein würdiger Platz unter alten Eichen
Neueinweihung: Ehrenmal in Borntosten ist wieder hergerichtet


BORNTOSTEN, (aho) Das Ehrenmal in Borntosten ist wieder hergerichtet. Seit mehr als 50 Jahren steht es u21 Namen stehen auf zwei schwarzen Marmortafeln geschrieben: Die goldenen Buchstaben sind frisch aufgetragen worden, sie glänzen in der Sonne. Die beiden abgeflachten Gesteinspyramiden, auf denen die Tafeln angebracht sind, wurden gereinigt. Ein kleines Beet vor den beiden Steinen ist liebevoll bepflanzt. Die Zaunlatten, die das Ehrenmal umgrenzen, sind in einem hellen Weiß frisch gestrichen.
145 Stunden haben die Mitglieder des Fördervereins Borntosten damit verbracht, die Gedenkstätte wieder herzurichten. Jetzt wurde sie feierlich durch Pfarrer Udo Scholz wieder eingeweiht.
Wir haben mit den Arbeiten im Herbst 2001 begonnen, sagt Ignaz Bieker, Vorsitzender des Fördervereins, zurückblickend. Trotz der Hilfe der Mitglieder hat die Instandsetzung des Ehrenmals 4000 Euro gekostet. Einige Arbeiten mussten Fachmänner übernehmen, beispielsweise mussten sie die Goldbuchstaben auftragen, so der Vorsitzende des Fördervereins.

Die Gedenkstätte bedeute viel für den kleinen Ort: 21 Menschen sind im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallen Das ist viel für ein Dorf, in dem ungefähr 150 Menschen leben, sagt Bieker. Im Oktober 1951 wurde das Ehrenmal eingeweiht. Ein würdiget Platz war damals schnell gefunden: unter dem Missionskreuz, das bereits seit 1854 unter den Eichen im Ort steht.
Die beiden Gesteinspyramiden wieder herzurichten, war nur eins von vielen Zielen, die sich der Förderverein Borntosten gesetzt hat. Bieker: Finanziell ermöglicht wurde dies durch den Erlös mehrerer Veranstaltungen, die Mitgliedsbeiträge - und durch Spenden.
 

Quelle: WESTFALENPOST Nr. 173 Die. 29: Juli 2003



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Pfarrer Dr. Igel
















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